Ein radikaler Bevölkerungsdeckel verursacht ein weiteres Problem: höhere Krankenkassenprämien für alle. Weniger Erwerbstätige: das reisst ein Milliardenloch ins Gesundheitssystem.
Die Krankenkassenprämien steigen seit Jahren. Für viele Haushalte ist die Belastung bereits heute kaum noch tragbar. Und jetzt kommt eine neue Gefahr dazu: Die SVP-Initiative hat für jede und jeden von uns ein weiteres Preisschild von rund 250 Franken mehr pro Jahr.
Das Gesundheitssystem profitiert von den jungen Erwerbstätigen. Sie sind gesünder und zahlen mehr in die Krankenkasse ein, als sie kosten. Genau diese Gruppe gerät unter Druck. Wird die Zuwanderung eingeschränkt, gibt es weniger junge Berufstätige.
Die Folgen wären richtig teuer. Weniger Erwerbstätige bedeuten nämlich auch weniger gesunde Prämienzahlerinnen und Prämienzahler. Heute zahlen Erwerbstätige 2’000 bis 3’000 Franken mehr ein, als sie beziehen. Sinkt die Zahl der Erwerbstätigen, entsteht ein Loch von rund 1,5 Milliarden Franken.
250.- mehr Prämienlast
Die Konsequenz ist klar: Die Prämien steigen. Um fast 5 Prozent. Das entspricht über 250 Franken pro Jahr.
Die Behauptung, Zuwanderung verteuere das System, ist falsch. Eingewanderte entlasten die Kassen, weil sie jünger sind. Die Rechnung ist einfach: weniger Einnahmen, höhere Prämien. Den Preis dieser Initiative zahlen die Haushalte.